In schöner Sommerzeit gehen wir zurück in die schnee- und frostreichen Tage des letzten Winters. Wir machen das zwar mit einem Foto eines unserer Gemeindewege; aber tatsächlich geht es um die großen überregionalen Straßen. Denn der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, der dank zweier Landesstraßen in Stolk auch bei uns Verantwortung trägt, hat seine Winterbilanz 25/26 mit rund 19 Millionen Euro für sicheren Verkehr vorgelegt.
„Über 520 unserer Straßenwärterinnen und Straßenwärter sowie externe Helfende haben in der vergangenen Wintersaison die Verkehrsteilnehmenden in Schleswig-Holstein gewohnt gut durchs Land gebracht. Dafür gilt allen unser Dank“, lobte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen. Susan Müller, Leiterin des Betriebsdienstes, ergänzte: „Wegen der tollen Teamleistung wurden auch die speziellen Herausforderungen des Winters, nämlich die Streiks im Zuge der Tarifverhandlungen und die kurzfristigen Lieferengpässe beim Streusalz, hervorragend gemeistert.“
Es war eine anspruchsvolle Wintersaison: Häufige Temperaturwechsel um den Gefrierpunkt, zahlreiche leichte Schneefälle sowie regional wiederkehrende starke Schneeverwehungen haben die Beschäftigten der Straßenmeistereien stark gefordert. Rund 19 Millionen Euro hat der LBV.SH für rutschfeste und schneefreie Bundes- und Landesstraßen sowie Kreisstraßen, sofern diese in der Unterhaltung des LBV.SH stehen, und Radwege in der letzten Winterdienst-Saison ausgegeben.
Der LBV.SH und die von ihm beauftragten Fremdunternehmen haben gut 39.800 Tonnen Salz und rund 7.500 Tonnen Salzsole auf den überörtlichen Straßen und Radwegen des Landes in 50.183 Arbeitsstunden ausgebracht. Hierfür waren 99 Winterdienstfahrzeuge des LBV.SH und 171 Fahrzeuge privater Unternehmer im Einsatz. Im Winter 2025/2026 entstanden Materialkosten in Höhe von etwa 3,8 Millionen Euro für das Salz sowie rund 620.000 Euro für Salzsole. Die Kosten des Fahrzeug- und Geräteeinsatzes sowie die weiteren Betriebskosten betrugen rund 7,5 Millionen Euro. Die Arbeitsstunden haben einen Wert von 2,3 Millionen Euro. Auf den Einsatz von Fremdunternehmen entfallen 4,6 Millionen Euro.
Durch den häufigen Frost-Tau-Wechsel wurden die Straßen stark beansprucht. Das kurzfristige Ausbessern der Schlaglöcher verursachte Personalkosten von rund 1,3 Millionen Euro und Materialkosten von etwa 618.000 Euro; dabei wurden gut 760 Tonnen Kaltmischgut eingebaut.
Im Vergleich zur Saison 24/25 war der letzte Winter teuer: Ein Jahr zuvor lagen die Kosten bei rund 7,4 Millionen Euro, der Salzverbrauch lag bei rund 15.700 Tonnen und der Soleverbrauch bei rund 5.700 Tonnen.
Die Pressestelle des LBV hat diese Daten freigegeben. Dem Vorschlag einer Veröffentlichung sind wir Stolker gern nachgekommen.