Westerlücker Straße

Ist sie nicht schön geworden, die Westerlücker Straße in voller Länge von KFZ-Asmussen bis Schmöhl im Norden? Kein Vergleich mehr mit den Fotos, die wir am 17. Mai veröffentlicht haben! Unser erstes Foto zeigt allerdings, dass man auch einen anderen Aspekt betrachten kann:

Gleich hinter dem KFZ-Betrieb zeigen die beiseite gestellten Sperrungen, dass hier vorübergehend auch mal Schluss war. Und ganz lange Zeit während unserer Sommerpause zeigten viele Schilder in Stolk, dass ein Befahren dieser Straße nicht erwünscht war. Wer aus Helligbek kam, wurde 4,5km umgeleitet über Klappholzer Weg und Schmöhl, um von Norden in besagte Straße einzufahren; wer aus Stolk kam, musste die nächste Abzweigung nehmen und wurde so lange geradeaus geleitet, bis dieselbe Einfahrt in die Westerlücker Straße erreicht war.

Weil tagelang keine Arbeiten durchgeführt wurden, die Straße aber schon durchgängig frisch geteert war, fragten sich einige: „Was soll das? Warum möchte man die beiden Umleitungen? Warum darf man von einer Seite rein, von der anderen aber nicht?“

Dabei hätte man auch mittig einfahren können, wie unser drittes Foto zeigt: Die Kreuzung im „Paradies“ war seitlich nicht abgesperrt, und die Umleitungsschilder an den Einfahrten zu diesen Seitenstraßen waren nur Hinweise, aber keine Einfahrverbote – das konnten sie auch nicht sein, weil jeweils von Norden kommende Verkehrsteilnehmer solche „U“-Schilder gar nicht sahen. Denn man kann nicht jemanden bestrafen, nur weil er aus einer anderen Richtung gekommen ist.

Wer aber eine der beiden Seitenzufahrten genommen hat, der sah eines Tages, was unser viertes Foto festgehalten hat. Da war die Weiterfahrt plötzlich nicht mehr möglich. Aber wer sich die Arbeiten angeschaut hat, der wusste, was nach langer Pause in der Westerlücke gemacht wurde und warum es bis dahin nicht erwünscht war, diesen Gemeindeweg völlig ohne Einschränkung freizugeben:

Die neue Teerdecke hatte auf beiden Seiten der Straße zu einer äußerst hohen Kante geführt, wie unsere nächsten beiden Bilder zeigen. Begegnungsverkehr hätte ein Ausweichen bedingt, und das wäre für Autos nicht gut, für Radfahrer sogar gefährlich. Jetzt wurde der Seitenstreifen angefüllt, und deshalb galt so lange der ausgeschilderte Umleitungsverkehr.

Selbst als diese Arbeit beendet war, blieben die vielen Schilder stehen. Wieder fragten sich einige: „Haben die Straßenbauer vergessen, ihre Schilder mitzunehmen?“ Doch dahinter steckte die Wahrheit, dass der andere und billigere Seitenbelag sich erst einmal festigen musste. Foto 7 zeigt, wohin es führte, wenn jemand trotzdem die Westerlücke befuhr: Die Abdrücke am Rand sind ein zeitloses Dokument der Erstbefahrung.

Das vorletzte Foto veranlasste ein Kopfschütteln: Bei der Nordeinfahrt in die Westerlücke blieb die Umleitung aufgehoben und eine Sperrung aus selbst an dem Tag, als die Seitenstreifen angehoben wurden und ein Vorbeikommen am LKW absolut nicht möglich war. Wenn die Wahrscheinlichkeit, auf mobile Menschen zu treffen, sehr gering ist, wird Aufwand gegen Nutzen gewertet, und das heißt dann im Einzelfall: Pech gehabt!

Wer beim letzten Foto genau hinschaut, ahnt eine Gefahrenstelle für Radfahrer: Statt eines vorher tiefen Abfalls gibt es jetzt hier und da eine leicht erhöhte Kante. Also Vorsicht: Lieber auf dem Teer bleiben und eine glatte Straße genießen, die um etliche Klassen besser ist als ihr vorheriger Zustand.