In einer längst vergangenen Zeit, als öffentliche Vorhaben noch in der Planungszeit und im Kostenrahmen fertig wurden und als die Tageszeitung noch oft und ausführlich aus der ländlichen Region berichtete, also genau heute vor 50 Jahren stand in den „Schleswiger Nachrichten“ dieser auf neue Rechtschreibung gefasste Beitrag:
Kosten für Beleuchtung halten sich in Grenzen
Gemeindevertretersitzung in Stolk – Informationen über Wasserbeschaffungsverband
st. S t o l k. Zum letzten Mal war die Straßenbeleuchtung der Hauptpunkt in der Tagesordnung der Stolker Gemeindevertretung. Nachdem die Beleuchtung bereits vor einem Monat in Betrieb genommen werden konnte, dankte Bürgermeister Carl-August Paulsen jetzt der ausführenden Firma für die saubere und zügige Installation. Dann legte er die Endabrechnung vor: Sie liegt genau im Rahmen des Kostenvoranschlages.
Anschließend erläuterte der Bürgermeister der Vertretung die laufenden Unterhaltungskosten. Nach seinen Worten kostet eine Brenndauer von einer Stunde für alle 68 Lampen 69 Pfennig; ab 22 Uhr verringert sich dieser Preis durch den verbilligten Nachtstrom auf 54 Pfennig. Insgesamt ergibt sich als Summe aus der Grundgebühr und dem Arbeitspreis bei der derzeitigen Brenndauer für die Gemeinde eine jährliche Belastung von ca. 3900 DM. Damit bleiben die Kosten geringer, als man zu Beginn der Arbeiten vermutet hatte. Ein entsprechender Vertrag über diese Stromkosten wurde noch am gleichen Abend mit der Schleswag abgeschlossen.
Weiterhin ging es um den Wasserbeschaffungsverband Südangeln. Dieser Punkt stand nicht auf der Tagesordnung; aber Bürgermeister Paulsen war zu einer Anhörungsversammlung des Landrats geladen und konnte so seiner Gemeindevertretung die neuesten Informationen geben. Probebohrungen hätten zu dem Ergebnis geführt, das neue Wasserwerk in Süderfahrenstedt zu errichten; denn dort stünde auch in Krisenzeiten immer ausreichend Grundwasser zur Verfügung.
Von Süderfahrenstedt sollten zur Versorgung von etwa 17500 Einwohnern 365km Hauptleitungen gebaut werden, wobei sich die Gesamtkosten auf 29 Millionen DM belaufen dürften. Die Gemeinden seien vom Landrat gebeten worden, bis Ende November zu entscheiden, ob sie dem neu zu gründenden Wasserbeschaffungsverband beitreten wollen oder nicht. Daher werde dieser Punkt auf der nächsten Sitzung, die wieder turnusmäßig – am 1. November – stattfindet, einen breiten Raum einnehmen.
Auf der Versammlung wurde ebenfalls darüber gesprochen, dass sich nun allmählich ein Ende der Flurbereinigung abzeichnet. Von Süderfahrenstedt fiel dabei ein kleines Stück Land an die Gemarkung Stolk und an der Ausfahrt vom Helligbeker Moor zur B 76 ist durch die neue Asphaltdecke keine Schraffierung mehr vorhanden. Sie soll nach Aussage des Straßenbauamtes zügig wieder aufgetragen werden. Trotzdem sprach sich die Vertretung einstimmig dafür aus, diese ohnehin gefährliche Ausfahrt durch einen Spiegel zusätzlich zu sichern.