Sirenensignale

In unserem Beitrag am 26. April über die ausgetauschte Sirene haben wir versprochen, demnächst mal die gängigen Sirenensignale zu erklären. Das passiert jetzt:

Auf dem ersten Bild präsentieren wir das, was landläufig als „Feueralarm“ bezeichnet wird. Es dient der Alarmierung unserer Freiwilligen Feuerwehr; die aber bekämpft nicht nur außer Kontrolle geratenes Feuer, sondern fährt auch los zu Hilfeleistungen technischer Art.

Trotzdem ist das Wort „Feueralarm“ gebräuchlich für eine Minute Dauerton, zweimal unterbrochen. Es heult also dreimal auf und schwillt dreimal wieder ab. Wenn das auf das erste bildlich dargestellte Element verkürzt ist, so handelt es sich um den landesweiten Probebetrieb der Sirenen samstags um 12 Uhr, der zentral von den zuständigen Rettungsleitstellen (bei uns in Harrislee) ausgelöst wird.

Weil die Sirene auf dem Freizeitgelände Paleg einige Monate defekt war und unsere Feuerwehr trotzdem zu Einsätzen ausgerückt ist, fragen sich vielleicht einige, ob denn das Sirenengeheul überhaupt sein muss. Die Antwort ist eindeutig: Ja, und dafür gibt es drei Begründungen.

Nicht alle freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen haben einen persönlichen Alarmempfänger oder diesen in jeder Lage bei sich, und ein Alarm übers Handy ist zwar nützlich, aber als alleinige Option nicht zulässig, weil das deutsche Handynetz leider nicht jeden Raum abdeckt.

Und dann nennen wir noch einen Grund: Niemand sollte sich ärgern, nachts durch eine Sirene geweckt zu werden. Vielmehr müsste er sich freuen, dass er gleich weiterschlafen kann, weil es Männer und Frauen in Stolk gibt, die freiwillig und ehrenamtlich diesen Pflichtdienst einer jeden Gemeinde übernehmen. Gäbe es sie nicht, dann müssten viele andere Bürgerinnen und Bürger damit rechnen, zu einer Pflichtfeuerwehr zwangsrekrutiert zu werden.

Die Sirene kann noch etwas anderes, nämlich eine Minute lang unentwegt aufheulen und abschwellen. Dieses furchteinflößende Signal kennen alte Leute aus dem Krieg als „Luftalarm“ bei bevorstehenden Bombenangriffen. Heute warnt es vor einer allgemeinen Gefahr und bedeutet: Radio einschalten und sich informieren, was da los ist.

Am schönsten ist das zuletzt gezeigte Signal: eine Minute Dauerton. Dann ist die Gefahr vorüber. Es heißt „Entwarnung“.

Das Thema „Öffentliche Sicherheit“ wird uns noch weiter beschäftigen; wir bringen demnächst einen Beitrag zu einem roten Schild, das seit einiger Zeit am Feuerwehrhaus angebracht ist. Also: Immer schön nachgucken, was es Neues gibt auf gemeinde-stolk.de!