Der Stolker Schützenverein von 1909 hat sich eine moderne Satzung gegeben. Im Vorfeld der Generalversammlung am vergangenen Freitag hatte sich ein kleiner Arbeitskreis damit beschäftigt, die „alten Kamellen aus der Kaiserzeit“ zu ersetzen durch das, was ohnehin schon seit langem gängige Praxis ist. (Die Satzung ist bei uns unter dem Vereinsnamen einsehbar.)
Mit der redaktionellen Änderung nur eines Wortes billigten die zahlreichen Mitglieder des Traditionsvereins die schriftliche Strukturreform, nach der nun endlich Frauen nicht mehr nur Anhang eines Mannes, sondern förmliche Vereinsmitglieder mit Stimmrecht sind.
In Wirklichkeit haben sie sogar schon Vorstandsposten besetzt, nämlich Angela Jensen als Kassenwartin. Nun wurde sie einstimmig wiedergewählt – allerdings gemäß neuer Satzung um ein Jahr auf vier Jahre verlängert.
Zuvor hatte sie ihren Bericht abgegeben mit 9882 Euro an Ausgaben, was 758 Euro höher lag als die Einnahmen. Das führte sie zurück auf den Kauf von 890 Euro teurer Munition. Dieser Posten fällt im neuen Jahr weg, so dass ihr Fazit beruhigend ausfiel: „Wir stehen noch ganz gut da.“
Heino Röh und Norbert Mundt hatten jeden ihrer Belege geprüft und dabei „kein verkehrtes Komma“ gefunden. Die Entlastung folgte daher schnell und einstimmig.
Trotzdem stand in der Tagesordnung „Anpassung Mitgliedsbeitrag“. Allen war klar: Das bedeutete Erhöhung. Ältermann Heiko Schulz schwor die Anwesenden auf die Meinung des Vorstandes ein: Investitionen seien derzeit nicht finanzierbar, sämtliche Kosten würden „durch die Decke gehen“. Der Vorschlag lautete: seit der letzten Erhöhung 2017 ein Euro mehr pro Jahr. Dem stimmten schließlich alle zu, und so beträgt der Jahresbeitrag ab sofort 40 Euro.
Zusammen mit der Kassenwartin wurde auch Frank Feilberg als stellvertretender Kapitän wiedergewählt. Weil er wegen Schichtdienst nicht anwesend war, fehlt er auf unserer Fotoauswahl. Stattdessen zeigen wir den Vorstandstisch ohne Kassenwartin, also den stellvertretenden Ältermann Stefan Schwarz, Ältermann Heiko Schulz, Kapitän Marco Hansen und Schriftführer Sönke Marxen. Es folgt Bürgermeister Kai Börensen bei seinem Grußwort, in dem er lobte: „Eine vernünftige Dorfgemeinschaft lebt von so einem Verein wie diesem.“ Dann zeigen wir die wiedergewählte Kassenwartin Angela Jensen beim Einsammeln der neugefassten Mitgliedsformulare.
Schließlich kann man nachträglich sehen, dass beim anschließenden Verspielen wirklich alle Zahlen dabei waren. Es folgen eine Gesamtansicht und zum Schluss Dörte Philipsen, weil sie die Preise für das kostenfreie vereinsinterne Stimmungshoch besorgt hat.