Nach stundenlangem Wettkampf endete der erste Teil des Schützenfestes am vergangenen Samstag mit einer Überraschung: In die Majestätenriege stiegen zwei auf, die zuvor noch keine Königswürde errungen hatten, nämlich Andreas Kölln und Vera Mundt. Ihre Leistungen waren so stark, dass sie ohne Konkurrenz und k.o.-Runde blieben.
Vorausgegangen waren das Abholen des bisherigen Königspaares Thomas Schulz/Svenja Ohlsen, ein Umtrunk am Festlokal „Zum goldenen Stern“ und Wettkämpfe im Vereinshaus Paleg, die sich bis halb drei in die Länge zogen, weil die Frauen nicht fertig wurden. Das war aber nicht ihre Schuld; denn wie schon am Übungsabend zuvor riss das Führungselement am Fisch, und das Schießen ließ man erst nach dem Ende dieses ersten Teils starten.
Die hierdurch bedingte Verspätung der Preisverkündigung und Proklamation war indes nicht schlimm; denn reichlich Gesprächsstoff und Verzehr sorgten für kurzweiliges Vergnügen und auch der Nebenbei-Wettbewerb Darts lockerte auf. Schließlich gab Kapitän Marco Hansen diese Sieger bekannt:
Das neue Majestätenpaar heißt Vera Mundt, die Sportliche, und Andreas Kölln, der Emsige. Die preisgekrönten Plätze 1-6 belegten in dieser Reihenfolge Angela Jensen/Hartmut Kühl, Dagmar Marxen/Sönke Marxen, Sylvia Hagge/Dirk Thiesen, Karin Kühl/Heiko Schulz, Svenja Ohlsen/Claus-Peter Ohlsen und Simone Röh/Knut Röh.
Den seit Jahrzehnten umlaufenden Wanderpreis, „der als optischer Leckerbissen jedes Wohnzimmer schmückt“ (Marco Hansen), darf Ältermann Heiko Schulz ein Jahr zuhaus haben. Auch um den Pokal der Altstädter St. Knudsgilde, die wieder mit Klaus Schapinsky und Torsten Winkelmann vertreten war, wurde geschossen; erfolgreich war hier Sönke Marxen. Als beste Darts-Werfer freuten sich Sylvia Hagge und Frank Feilberg über Preise.
Mitten am Nachmittag brachte die Festgesellschaft die neue Königin nach Hause, wo im Garten fröhlich weiter gefeiert wurde. Und am Abend machte sich der Umzug auf den weiteren Weg zum König, um das Majestätenpaar dort abzuholen und im Gasthof „Zum goldenen Stern“ bis in den erwachenden Sonntag zu feiern.