In der März-Sitzung der Gemeindevertretung wurde der Schneevogt Ingo Philipsen, der zugleich für das Räumen verantwortlich ist, um einen Bericht seiner Arbeit gebeten; denn in den ersten Wochen des Jahres war er richtig heftig gefordert.
Vom 3.-5. Januar hatte es 25cm Schnee gegeben; ab 9.1. war heftiger Wind dazugekommen, so dass der Schnee von den Koppeln auf die Nord-Süd-gerichteten Wege geweht ist. Dort türmten sich hohe Berge an den Seiten; deshalb war in einem Fall kein Räumen mehr möglich. Stattdessen musste ein Teleskoplader eingesetzt werden und mehrere Strecken waren nur einspurig befahrbar.. Am 26. Januar kamen dann wieder Schnee und Wind. Dadurch war Ingo Philipsen bis 11.2. täglich unterwegs, an einigen exponierten Stellen sogar drei- bis viermal am selben Tag.
Mit Blick auf künftiges Winterwetter bat er um Verständnis dafür, dass er bei dem weitläufigen Wegenetz in Stolk nicht überall sofort sein könne. Außerdem sei es nicht überall zu verhindern, dass eine freigeschaufelte Grundstückszufahrt durch ihn wieder zugeschüttet wird – wo soll der Schnee von der Straße denn sonst hin wenn nicht an den Seitenrand?
Übrigens ist Ingo Philipsen nicht für den Streudienst zuständig. Das macht eine Firma aus einem Nachbardorf. Bürgermeister Kai Börensen ergänzte hierzu, dass eine Tonne Sand-Salz-Gemisch 60 Euro kostet und eine Rundfahrt durch ganz Stolk zwischen acht und neun Tonnen verbraucht. Hinzu kommen die Kosten für den Fahrzeug- und Personaleinsatz. Ständig und überall zu streuen sei deshalb nicht bezahlbar. Darauf müssten sich alle Spaziergänger auf ihren Wanderwegen einstellen.
Schließlich fiel auch noch diese Äußerung eines Politikers mit Erfahrung aus längst vergangenen Jahrzehnten: „Früher brach nicht gleich ´ne Katastrophe aus, wenn mal 5cm Schnee lagen.“