Schleppegrell

Seit dieser Woche gibt es eine neue Beschilderung bei uns: Sie weist den Weg zur Gedenkstätte für den dänischen Generalmajor Frederik Adolph Schleppegrell. Er wurde während der Schlacht in Oberstolk am Morgen des 25. Juli 1850 an der Ecke Süderende/Am Toft erschossen, blieb allerdings im Steigbügel hängen, fiel an der Gedenkstätte vom Pferd und ist in Flensburg begraben.

Der Wegweiser steht westlich der Bushaltestelle Schwenshöh am südlichen Abzweiger des „Schleppegrellweges“, der jedoch in Wirklichkeit „Stadtweg“ heißt, weil er jahrhundertelang die Verbindung von Stolk nach Schleswig war.

Dort stand schon immer ein Hinweis auf Schleppegrell – seit 2012 sogar ein schönes, das wir als letztes Foto von damals zeigen. Aber mit den Jahren war es unansehnlich geworden. Und sein Standort direkt an der Zufahrt zur Koppel war unpraktisch gewählt: Mähdrescher und angehängte Ackergeräte schwenkten bei der Einfahrt immer mal wieder aus, bis das Schild zuletzt unansehnlich halb in der Luft hing.

Der für die dänischen Kriegsgräber und -gedenkstätten bei uns zuständige Jörgen Jessen aus Dannewerk wollte es nicht wiederhaben und erlaubte eine Neuanfertigung, die Stolks Delegierter in der Idstedt-Stiftung, Johannes Jessen, vorgeschlagen hatte. Auch Bürgermeister Kai Börensen gab seine Zustimmung und bis zur finalen Entscheidung völlige Ideen- und Handlungsfreiheit.

So entstand in einer Schleswiger Druckerei, was gestern Abend von Johannes Jessen (li.) und Bürgermeister Kai Börensen offiziell eingeweiht wurde. Es macht die enge Verbindung von Stolk zur Idstedt-Stiftung und dem Geschehen vor 175 Jahren deutlich. Den Hinweis sieht man wie früher nur aus Richtung Idstedt, weil man davon ausgeht, dass Dänen und andere Ortsfremde auf Schleppegrell erst aufmerksam werden durch den Besuch des Museums in Idstedtkirche.