Noch mehr aus der Gemeindevertretung

Unser Foto zeigt Bürgermeister Kai Börensen neben Protokollführerin Anka Mees von der Amtsverwaltung während der jüngsten Sitzung im Gasthof „Zum goldenen Stern“. In seinem Tätigkeitsbericht bewies er mit 31 Terminen seit der vorigen Sitzung zusätzlich zum „täglichen Kleinkram“, dass in seinem Ehrenamt keine Pause oder Langeweile eingetreten ist.

Zu den Inhalten, die wir bereits gestern vorgestellt haben, wurden noch diese Beschlüsse einstimmig gefasst: Wegen vermehrter Starkregenereignisse sollen die beiden Regenrückhaltebecken regelmäßig überprüft werden, um Rückstau in Regenwasserkanäle und damit verbundene Überschwemmungen zu verhindern. Sachkundiges Personal benötigt hierfür einen jährlichen Aufwand von 10-12 Stunden je Becken. Allerdings korrigierten die Gemeindevertreter die Vorgabe der Verwaltung: Als technische Anlage zur Rückhaltung fungieren nur die Becken bei Hauptstraße 48 und im Westereng am Krackackerweg.

Außerdem hat die Untere Wasserbehörde des Kreises bis 2032 zur Erstellung eines Katasters für Regenwasserkanäle mit Inspektion aufgefordert. Um das zu finanzieren, werden ab 2027 jährlich 20.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die Übergabeschächte auf Privatgrund gehören nicht in das geforderte Kataster. „Von oben wird ganz klar darauf hingearbeitet, dass später eine Gebühr für Regenwasser pro qm versiegelter Fläche von den Grundstücksbesitzern eingezogen wird“, blickte Bürgermeister Kai Börensen dabei in die (gar nicht mehr so weite?) Zukunft.

Für Schmutzwasser gibt es ein solches Kataster schon. Die bei der Filmung festgestellten Mängel sollen Jahr für Jahr abgearbeitet werden, an der Hauptstraße aber erst, wenn die Landesstraße saniert wird. „Das wird uns innerorts bis zu 400.000 Euro kosten“, sagte der Bürgermeister.