TOP 7 bei der Jahreshauptversammlung unserer Freiwilligen Feuerwehr in der vergangenen Woche brachte Erfreuliches: Die seit Monaten laufende Werbeaktion um neue Aktive in der Einsatzabteilung hatte mit vier Neuzugängen Erfolg. Gemeindewehrführer Alexander Hansen (re.) und sein Stellvertreter Sven Boysen (li.) nahmen als Anwärter auf Svenja Rosbander (3.v.li.), Susanne Kretschmann (Mitte), Jessica Schulz (3.v.re.) und Tarek Petersen (2.v.r.). Stolz äußerte sich Hauptbrandmeister Alexander Hansen über drei weitere Frauen: „Im Umkleideraum der Frauen ist nur noch ein Spind frei. Der muss auch noch belegt werden.“
Auf dem Foto steht als 2.v.li. auch Tanja Feilberg. Sie ist ebenfalls neu dabei, aber in der letztes Jahr geschaffenen Verwaltungsabteilung; dort unterstützt sie künftig Claudia Christophersen.
Auch Bürgermeister Kai Börensen fand die vier Neuen „ganz toll“ im Dienst für die Allgemeinheit. Er sah die zahlreichen Posten der Feuerwehr „allesamt in guten Händen“ und warb für noch mehr Aktive, die sich der Spezialausbildung als Atemschutzgeräteträger unterziehen, auch wenn die ständigen Untersuchungen für die Gemeinde teuer seien.
Dass die Zufahrt zum Paleg-Gelände und damit zur Feuerwehr-Ausfahrt immer noch nicht wasserungebunden sei, hätten Auftragnehmer und Planungsbüro zu verantworten und nicht die Gemeindevertretung. Für die seit Monaten stille Sirene auf dem Paleg-Hügel versprach Bürgermeister Kai Börensen baldigen Ersatz, und für die Indienststellung des neuen Fahrzeugs in vermutlich anderthalb Jahren wünschte er sich eine würdige (Mehrtage-?)Veranstaltung.
Amtswehrführer Björn Wilke lobte die Stolker Feuerwehr als mit der amtsweit prozentual höchsten Quote von 44% an Atemschutzgeräteträgern. Deshalb sei sie im letzten Jahr verstärkt nach auswärts alarmiert worden.
Sorgen bereite ihm der Schwund an Aktiven in Südangeln: Die aktuellen 661 seien 10% weniger als noch vor fünf Jahren. Unter ihnen seien bei Brandeinsätzen im Rauch unverzichtbare 190 Geräteträger; doch etwa 40 dürfe man nicht einsetzen, weil sie aktuell nicht in der Übungsstrecke trainiert hätten.
Schließlich äußerte Hauptbrandmeister Björn Wilke Kritik an der Verwendung der Feuerschutzsteuer, die für Schutzkleidung gar keine und für Fahrzeuge eine verminderte Förderung leiste, obwohl deren Preise unerhört steigen würden. Allerdings freute er sich auf die Beschaffung eines Gerätewagens Logistik auf Amtsebene, der sofort nach einem Einsatz Ersatzkleidung für PA-Träger bereitstelle. Dadurch sei keine Wehr lange Zeit mit Atemschutz nicht einsatzbereit, nur weil die Bekleidung in der Reinigung ist.
Der Amtswehrführer endete mit den Worten: „Ihr Stolker seid eine supercoole Wehr mit einer tollen Führung!“