Letzten Mittwoch hat unsere Gemeindevertretung die Mitgliedschaft in der „Klimaschutzregion Nord e.V.“ beschlossen.
Hintergrund für diese Entscheidung ist das Energie- und Klimaschutzgesetz vom Mai diesen Jahres. Es beinhaltet zahlreiche Anforderungen an Gemeinden, wie Wärmeplanung, Energiedatenlieferung, Photovoltaik-Pflicht auf gemeindlichen Immobilien sowie Klimaschutzmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden. Außerdem hat der Staat festgelegt, dass eine Gemeinde gegenüber ihren Bürgern eine Vorbildfunktion hat bei der Herausforderung, sich dem Klimawandel anzupassen.
Zu diesem Thema hat sich ein Verein mit Sitz in Eggebek gegründet. Dieser bietet seinen ländlichen Mitgliedsgemeinden die Möglichkeit, Kompetenzen zu nutzen und Synergien auszubauen; auch berät er bei der Suche nach Fördermitteln für einzelne Vorhaben.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 2,26 Euro pro Einwohner im Jahr und belastet unseren Haushalt mit 1963,94 Euro. Dadurch kennen wir die amtlich erfasste aktuelle Einwohnerzahl von Stolk: 869.
Unsere Gemeindevertreter kennen aber auch die Siedlungsstruktur von Stolk und wissen, dass bei uns einiges von dem, was Deutschland vorantreiben will, nicht umsetzbar ist. Trotzdem Geld auszugeben für eine Planung ohne Ziel, stieß bei einigen auf Unverständnis.
Doch weil jede Gemeinde unabhängig vom Ergebnis nachweisen muss, dass sie sich um die Problematik gekümmert hat, stimmten sie nicht dagegen, sondern setzten mit Enthaltung wenigstens ein kleines Zeichen gegen überbordende Planungswut. Am Ende entschieden sechs Ja-Stimmen für einen Beitritt.