Gestern erinnerten wir an den ausgiebig gefeierten Vorabend des Schützenfestes vor 20 Jahren. Wie klappte dann das eigentliche Fest am 10. Juni 2006? Wir haben in unserem reichhaltigen Archiv geblättert und seinerzeit für die Böklunder Rundschau geschrieben:
Gartenparty bei der Königin
Einen Marsch-Marathon absolvierten die Schützen, ehe sie am Nachmittag im großen Garten von Familie Röh den Sommer genießen und nachts im „Goldenen Stern“ fröhlich feiern konnten.
In wechselnden Formationen marschierten sie durchs Dorf und ließen den Spielmannszug der Bugenhagenschule einen Tag lang nicht zur Ruhe kommen:
Zuerst wurde Alt-König Günther Hansen abgeholt, der sich mit Häppchen und „Kurzen“ dafür bedankte. Dann zogen die Schützen für ein „2. Frühstück“ zum Festlokal und schließlich zum geschmückten Festplatz Paleg.
Während die erste Hälfte dort auf den KK-Bahnen begann, marschierten die anderen gleich wieder los, um die Frauen am Eichenhof abzuholen und zum Vereinshaus zu geleiten.
Dort dauerten Wettkämpfe und Spaß bis halb zwei: Dann stand fest, dass man als neuen König Malte Röh, den Ausgeglichenen, nach Hause bringt und anschließend Claudia Bräu, die Sportliche.
Bis nach 17 Uhr feierten die Durchtrainiertesten bei ihr im Garten. Es reichte gerade noch für eine Dusche, und dann ging der Umzug wieder los – traditionell von der alten Meierei zum König und ins Festlokal. Dort wurde die Sonntagnacht zum Tag gemacht; aber vorher durften sich die Besten ihre Preise abholen.
Das waren nach dem Königspaar Hartmut Kühl/Petra Steffen, Ingo Philipsen/Bente Pries, Ferdinand Dreesen/Waltraud Oldenburg, Claus-Peter Ohlsen/Bärbel Bartelsen, Alfred Steffen/Simone Schimmer sowie Volker Broer/Inge Uck.
Den seit über 70 Jahren begehrten Wanderpreis bekam Ältermann Volker Broer, der sich knapp gegen seinen Kapitän Marco Hansen durchsetzte. Beide überreichten anschließend die bronzene Ehrennadel an Henning Paulsen. Unter dem Beifall des Vereins zeichneten sie Manfred Schulz mit Ehrenurkunde und Geschenk aus: Er war bis in dieses Frühjahr Ältermann gewesen und hatte schon 1989 den Verein mit nahezu 200 Polizei-Uniformen „aufgetakelt“.
Auch die Altstädter St. Knudsgilde lobte das Engagement von Manfred und Hannelore Schulz und lud beide zu sich nach Schleswig ein. Ein Gastgeschenk hatte auch der SV Stolkerfeld mitgebracht, und danach „ging der Zug ab“ im großen Saal von Oberstolk.“