Gestern Mittag um zwölf konnte man es hören: Der landesweite Probebetrieb der Sirenen funktioniert auch wieder in Oberstolk.
Der Testlauf war schon am Donnerstag um 13:45 Uhr erfolgreich; doch der Elektriker betätigte so schnell den Aus-Schalter, dass das Aufheulen nur mitbekam, wer gerade draußen war und sich gewundert hat, was das für ein kurzes Signal gewesen sein könnte.
Unsere Fotos beweisen allerdings: Schon am Dienstag hätte eine andere Sirene installiert werden sollen; aber das gegen den Willen des Elektro-Chefs gelieferte Fahrzeug erwies sich als ungeeignet für die Höhe des Sirenenmotors, liefert hingegen uns zwei Fotomotive der besonderen Art.
Schließlich kamen die Monteure zwei Tage später wieder mit der firmeneigenen selbstfahrenden Hubbühne. Das klappte auf Anhieb. Dabei war neben fehlender Höhenangst Körperkraft gefragt, um den verklemmt festsitzenden alten knapp 60kg schweren Motorblock sicher zum Boden zu bringen.
Eine erste Überprüfung des Schadens ergab schnell den altersbedingten Fehler. Damit gehört das bisherige Gerücht, ein ständig auf dem Sirenenmast gesichteter Specht könnte Wichtiges zerhackt haben, ins Reich der Phantasie.
Als Ersatz ist eine gebrauchte Sirene der gleichen Bauart installiert worden. Die neue Machart klingt anders und kostet einig Tausend Euro mehr. Von Oberstolk aus bleibt stattdessen alles beim gewohnten Heulton
Wir werden demnächst mal die drei gängigen Sirenensignale visuell demonstrieren.