Unsere Gemeindevertreter tagten in der vergangenen Woche ausnahmsweise am Dienstag, und das hatte zu tun mit der anderen Straßenseite unseres zweiten Fotos.
Für diese ungepflegte Brachfläche in Privatbesitz war nämlich eine Bauvoranfrage eingegangen für zwei Gebäude mit je sechs Wohneinheiten. Dazu hatte die Behörde die Gemeinde zur Zustimmung aufgefordert, weil vom Gebot des Einfügens in die nähere Umgebung aufgrund der Höhe und des Bauvolumens abgewichen werden soll. Würde ein solcher Beschluss bis 12.6. nicht gefasst, gelte die Zustimmung als erteilt.
Und weil die anderen Tage der Woche bereits mit Terminen gefüllt waren, musste das Gremium die letzte Chance nutzen, „nein“ zu sagen. Das taten die Kommunalpolitiker ohne Gegenstimme. Sie verlangen, dass sich die künftige Bebauung auf dem ehemaligen Eichenhofgelände in Höhe und Volumen an den Nachbargebäuden orientiert. Der Vorhabenträger wird also eine geänderte Planung einreichen müssen.
Zwei weitere Beschlüsse befassten sich mit dem Baugesetzbuch, aber mit demselben Neubau: Im vereinfachten Bauturboverfahren war eine Voranfrage eingereicht worden für den Bau eines Wohnhauses an der Stolkerfelder Straße im Noch-Außenbereich. Hierzu stellte die Gemeindevertretung fest, dass an der Ortsrandlage ein räumlicher Zusammenhang zur geschlossenen Siedlung gegeben ist. Um keinen Präzedenzfall an anderer Stelle zu schaffen, begründete die Gemeindevertretung ihre Zustimmung mit der Tatsache, dass der Neubau einem landwirtschaftlichen Betrieb dient.
Weiterhin wurde beschlossen, die Anschaffung von Outdoor-Fitnessgeräten auf der Freizeitfläche Paleg im kommenden Jahr als Projekt bei der AktivRegion Schlei-Ostsee anzumelden. Man hofft, dort ins Förderprogramm aus dem Regionalbudget aufgenommen zu werden. Dadurch würden bis zu 80% der Bruttokosten bezuschusst.
Im laufenden Jahr ist über die Tourismusorganisation „Grünes Binnenland“ die Anschaffung einer digitalen Informationsstele angemeldet. „Dazu weiß ich leider nichts Neues“, sagte Bürgermeister Kai Börensen.
Anschließend berichtete er über eine außerplanmäßige Geldausgabe: Die Gemeinde hatte zu Jahresanfang für das Vereinshaus einen Beamer angeschafft. Diese 400 Euro standen nicht im Haushaltsplan. Aber die Summe ist so klein, dass der Bürgermeister sie ohne Beschluss „aus der Portokasse“ bezahlen kann und nur nachträglich darüber zu berichten braucht.
Was sonst noch in der Sitzung gesagt wurde, kann man hier bei uns an den beiden letzten Junitagen nachlesen.