Unser Startfoto sieht dramatischer aus, als es die Wirklichkeit in der vergangenen Woche bei der Hofgemeinschaft Gerdes im Süderende war:
Die Feuerwehr trägt eine sich offensichtlich in Notlage befindende Person fort und aus dem Haus dringt Rauch – nein, es ist nur ungefährlicher Disconebel als Teil einer Inszenierung. Dort war eine Feuerwehrübung angesetzt, in der die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren vertieft wurde. Unsere Fotos zeigen, was da los war:
Einsatzleiter war unser Gemeindewehrführer Alexander Hansen. In dieser Funktion bediente er sich der Unterstützung durch die mobile Führungsstelle des Amtes Südangeln, die einen Einblick in ihr Innenleben erlaubte. Der eigentliche Einsatz begann mit dem Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Stolk: Die zuerst eingetroffenen Aktiven traten hinter dem Fahrzeug zum Empfang der Arbeitsaufträge an, während im Hintergrund die Lageerkundung weiterging und sich im Fahrzeug der erste Atemschutzgeräteträger bereits ausgerüstet hatte.
Anschließend machte sich die Atemschutzüberwachung einsatzbereit, die Wasserversorgung wurde aufgebaut, und der Gruppenführer hatte alles im Blick. Das nächste Foto zeigt die Dynamik des Geschehens: Ein Retter für den Innenangriff marschierte zur Registrierung, ein Schlauch wurde getragen und Anweisungen wurden erteilt.
Dann war die Freiwillige Feuerwehr Idstedt da und gab Wasser ans Stolker Fahrzeug, während die PA-Überwachung die Namen, Uhrzeit und den Flaschendruck notierte für den ersten Rettungstrupp, der ins „verqualmte“ Gebäude eindringen sollte. Derweil stand die FF Süderfahrenstedt am Hydranten am Ortsausgang im Süderende, um von dort Wasser ans Idstedter Fahrzeug zu liefern.
Die FF Böklund hatte sich am Denkmal positioniert und ging an der Vorderfront des angenommenen Brandgebäudes vor. Um dabei keinen Wasserschaden zu verursachen, betätigten sich die Böklunder als willkommene Gartenhelfer, wie unser drittletztes Foto beweist.
Als der Wassertank des großen Böklunder Einsatzfahrzeuges leer war, wurde reichlich Nachschub geliefert aus einem unterirdischen Wasserreservoir im Süderende, wo die Freiwillige Feuerwehr Klappholz in Stellung gegangen war.
Es war also richtig was los im Süderende, das für die Dauer der Übung für den Durchgangsverkehr gesperrt war.