Feuerwehr-Werbung

Am 27.10. berichteten wir über das öffentliche Verspielen unserer Freiwilligen Feuerwehr. Darin enthalten war der Hinweis auf eine Unterbrechung, in der alle Männer und Frauen zwischen 18 und 50 Jahren mit Erstwohnsitz in Stolk vor die Bühne treten sollten. Über die Bedeutung wollten wir in einigen Tagen berichten.

Daraus sind nun beinahe zwei Monate geworden, weil so viel in Stolk los ist; immerhin haben wir unsere Ankündigung nicht vergessen. Hier ist die Auflösung:

Die Stolker*innen bekamen einen Eimer mit Zettel drin. Wir zeigen, was da auf Vorder- und Rückseite zu lesen war; es machte den Eimer zu einem Hilfsmittel für den Ernstfall, nämlich zu einem Löscheimer.

Stellt euch mal vor, es brennt, und keiner kommt! Doch unser Staat hat vorgesorgt, dass genau das nicht passiert: Bevor es in einer Gemeinde keine Feuerwehr mehr gibt, weil Bürgerinnen und Bürger sich nicht freiwillig zum Dienst melden, muss der/die Bürgermeister/in Einwohner*innen im Alter von 18 bis 50 Jahren zum Brandschutzdienst zwangsverpflichten.

Das gibt es nicht? Oh doch! Die Einwohner von z.B. List auf Sylt oder Friedrichstadt können darüber hautnah erzählen. Und selbst Stolk hat ja gar nicht seit 1889 durchgehend eine Freiwillige Feuerwehr: Von 1910 bis 1934 gab es bei uns eine zwangsweise zusammengestellte Brandwehr.

Vor diesem Hintergrund ist es beruhigend für alle, dass sich genügend Freiwillige haben ausbilden lassen, um bei Not und Gefahr helfen zu können.

Damit das trotz Berufstätigkeit rund um die Uhr gewährleistet ist, gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestzahl an Aktiven. Weil sich die Freiwillige Feuerwehr Stolk wegen Auslandsaufenthalt, auswärtigem Studium, Mutterschutz, Altersstruktur, Wegzug und anderer Gründe dieser Zahl näherte, hat sich der Wehrvorstand für eine aktive Werbekampagne entschieden. Dazu gehörten ein Werbeblatt für Neubürger, Präsenz bei der Einweihung der Reithalle im „Süderende“ und Aufsteller mit Fotos aus Übung und Einsatz. Wir zeigen hier auch das Foto, das in die Zukunft weist und alle technik-affinen Mitmenschen ansprechen soll.

Und jetzt kommt das Beste von all den Aktionen: Unsere Freiwillige Feuerwehr hat jüngst vier neue aktive Mitglieder bekommen, drei Frauen und ein Mann! (Und es sind immer noch Schränke in den Umkleideräumen frei.)