Zum achten Mal wurde in Büdelsdorf der Schleswig-Holsteinische Bürger- und Demokratiepreis vom Landtag und dem Sparkassen- und Giroverband S-H vergeben. Mit dieser jährlichen Auszeichnung werden Personen, Verbände oder Institutionen gewürdigt, die sich in außergewöhnlicher Weise um die freiheitlich-demokratische Ordnung oder unser Gemeinwohl verdient gemacht haben. Ziel des Preises ist es, das vielfältige Engagement sichtbar zu machen, mit dem Bürgerinnen und Bürger demokratische Werte stärken.
Preisträger des vergangenen Jahres waren die ehrenamtlichen Bürgermeister*innen unseres Bundeslandes. Weil wegen fehlender Kapazität nicht alle rund 1000 Personen vor Ort geehrt werden konnten, waren aus Südangeln stellvertretend für alle die Bürgermeister aus Twedt, Alexander Schmidt, Struxdorf, Dörte Truelsen, sowie Taarstedt, Peter Matthiesen, dabei. Wir zeigen im Bild natürlich zudem unseren Bürgermeister Kai Börensen.
In ihrer Laudatio würdigte die Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Kristina Herbst, das herausragende Engagement für die Gemeinde, den unermüdlichen Einsatz für die Demokratie und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Sie investieren einen erheblichen Teil Ihrer Freizeit in den Fortschritt und die Zukunft Ihrer Gemeinde, übernehmen Verantwortung und gestalten demokratische Prozesse vor Ort – eine Leistung, die gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen von unschätzbarem Wert ist“, sagte sie.
Mit Sorge nehme sie wahr, dass dies Engagement nicht immer die Wertschätzung erfahre, die es verdiene. Zugleich würden die Belastungen und Erwartungen wachsen – mitunter seien Bürgermeister und andere kommunale Vertreter sogar Anfeindungen ausgesetzt. Das dürfe niemals geduldet werden.
Deshalb sei diese Auszeichnung nicht nur Anerkennung für wertvolle Arbeit, sondern auch eine klare Botschaft: „Ihr persönliches Engagement ist ein unverzichtbarer Beitrag zum Erhalt unserer Demokratie und zur Weiterentwicklung unseres schönen Bundeslandes.“
Der Geschäftsführer des Gemeindetags, Jörg Bülow, erweiterte den Demokratiepreis zur Auszeichnung für alle Kommunalpolitiker. Es sei eine riesige Verantwortung, überwiegend in ungezählten Abendstunden zu versuchen, die Lebensqualität der Mitmenschen zu verbessern. „Allerdings darf es nicht nur bei diesem Preis bleiben, sondern die Bürgermeister brauchen mehr Freiräume“, erklärte er und erinnerte damit an Bürokratieabbau, der schon seit vielen Jahren an der Basis gefordert wird.