In der Sitzung der Gemeindevertretung vorigen Mittwoch gab Bürgermeister Kai Börensen seinen Tätigkeitsbericht seit der vorangegangenen Zusammenkunft vor genau drei Monaten ab. Dabei verzichtete er auf den täglichen „Kleinkram“ und beschränkte sich auf Termine mit Einladung.
Selbst das war umfangreich und zeigte die Vielfältigkeit seines Ehrenamtes. Da gab es Sitzungen im Amtsausschuss, Schulverband, Breitbandzweckverband und Wasserbeschaffungsverband, dazu untergeordnete Ausschüsse auf Gemeinde- und Amtsebene, Grußworte zu hohen Geburtstagen, Ehejubiläen und in der Kirche anlässlich des Volkstrauertages, Gespräche mit der Wehrführung über notwendige und geplante Anschaffungen – die Liste war lang.
Eine informelle Bürgermeisterrunde in Brodersby hatte sich angesichts der Bedrohungslage in Europa mit Fragen des Katastrophenschutzes beschäftigt. Und in Bezug auf die Auenwaldschule sah er eine gewaltige Kostenlawine auf Stolk und die anderen Trägergemeinden zurollen: Die Umstellung der Beleuchtung auf LED ist auf drei Jahre verteilt und wird 300.000 Euro kosten. Aber die energetische Sanierung sowie die Erweiterung im Zuge der Verpflichtung zur Ganztagsbetreuung wird in die Millionen gehen und durch den laufenden Betrieb an Personalkosten dauerhaft teuer bleiben.
„Der Bund und auch das Land ordnen immer mehr an, aber umsetzen müssen wir das an der Basis“, kritisierte Bürgermeister Börensen das gesamte System. „Ich prophezeie, dass das Geld knapp werden wird. Lasst uns noch was machen, solange wir noch was haben“, schlug er vor und leitete damit über zu zwei konkreten Vorschlägen. Was die beinhalten? Darüber berichten wir ein anderes Mal.
