Nachdem wir gestern an Sommerblumen erinnert haben, zeigen wir heute, dass einige Ackerflächen in Stolk auch im Herbst frühlingshaft schön anzusehen sind. Da zeigte sich im September leuchtendes Gelb, in das sich frisches Weiß mischte und schließlich je nach Aussaatzeitpunkt die Oberhand gewann. Und plötzlich tauchte auch ein Lila auf und ließ erahnen, dass die Verwandlung der Ackerfarben noch nicht zuende ist.
Wir haben nachgefragt, was den optischen Frühling in Stolks Kulturlandschaft aufatmen lässt. Die Antwort gab uns Kai Börensen:
Es handelt sich um eine Zwischenfruchtmischung, die durch ihre Winterhärte bis zum Anbau der Folgekultur Nährstoffe aus dem Boden bindet und zu hohen Biomasseerträgen beiträgt. Die Samen bestehen zu 25% aus Phacelia, 22% Winter-Futterraps, 21% Winterrübsen, 12% Ramtillkraut sowie zu je 10% aus Senf und Ölrettich. Die Pflanzen blühen zu verschiedenen Zeiten, durchwurzeln den Boden in unterschiedlichen Tiefen von 30cm bis 150cm und tragen so zur Belüftung und Wasserleitung bei.