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ÜberschriftVertreter lasen sich in neue Haushaltsführung ein 

 

Ausnahmsweise tagte die Gemeindevertretung in der Amtsverwaltung, weil dort mit Zugriff auf den Server die technischen Möglichkeiten gegeben sind, die man nutzen wollte, um den Haushalt 2016 durchzusprechen. Dabei ging es nicht nur um Zahlen, sondern auch um ihre Anordnung und Aufteilung.

Der kommunale Haushalt wurde nämlich erstmals nach der neuen Landesverordnung Doppik aufgestellt. Damit waren die bisher gewohnten Verwaltungs- und Vermögensabschnitte verschwunden. Stattdessen fanden die Vertreter auf 113 Seiten ein Drei-Komponenten-Modell vor, das aus Finanzplan, Bilanz und Ergebnisplan besteht.

Letztgenannter teilt sich in Aufwand und Ertrag und ist in etwa vergleichbar mit dem alten Verwaltungshaushalt. In ihm zeigt sich auch ein eventueller Ausgleich. Dieser ist allerdings schwer zu erreichen, da jetzt Abschreibungen eingerechnet werden - für Stolk immerhin 67000 Euro. Trotzdem beträgt das Defizit nur 1200 Euro, weil man gut gewirtschaftet hat und die Einnahmen bei den Schlüsselzuweisungen des Landes und den Anteilen an der Einkommenssteuer erfreulich gewesen sind. Einzahlungen von 883200 Euro stehen Auszahlungen von 878800 Euro gegenüber, so dass sich die liquiden Mittel um 4400 Euro erhöhen.

Sicher führte Kämmerin Birte Nörenberg die Gemeindevertreter durch das vorher mit dem Finanzausschuss ausgehandelte Zahlenwerk und wusste dabei auf jede Detailfrage eine schlüssige Antwort. Trotzdem wurde einiges, das allerdings niemand ändern könne, mit Besorgnis registriert: So sinken die Einnahmen aus der Konzessionsabgabe für Strom mit jeder Anlage für Eigenverbrauch, und die Kosten für Schüler, die nicht die eigene Schule in Böklund besuchen, sind inzwischen auf 62000 Euro gestiegen. Das sei ein Missverhältnis angesichts der eigenen Verbandsumlage von 77000 Euro, u.zw. um die 16000 Euro zu hoch, die man für Grund- und Gemeinschaftsschüler außerhalb Böklunds bezahle, weil das Land die festen Schuleinzugsbereiche abgeschafft habe.

Am Ende des dicken Buches für 2016 war man bei den Investitionen angekommen, die 12400 Euro für die Feuerwehr vorsehen: Das Land stellt auf Digitalfunk um und der Kreis auf ein neues Alarmierungssystem. Die in Stolk hierfür notwendigen Geräte lassen Zuschüsse in Höhe von 4900 Euro erwarten.

Nachdem man auch noch entschieden hatte, die beiden Grundsteuern bei 320% und die Gewerbesteuer bei 350% zu belassen, genehmigte die Gemeindevertretung einstimmig den Haushaltsplan und fand ihn gar nicht mehr dick; denn, so Birte Nörenberg, „der vom Kreis hat 500 Seiten“.

                                                                                                                                  stz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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